Das Ende vor Augen ist die dreizehnte Episode der 11. Staffel von Grey's Anatomy.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem weiteren MRT von Herman's Tumor findet Amelia die Lage relativ stabil, empfiehlt jedoch eine Bestrahlung bis zur OP in ca. 6 bis 8 Wochen. Dies lehnt Herman strikt ab. Gemeinsam mit Arizona operieren sie einen Patienten nach dem anderen. Auf Drängen von Arizona lässt sich Herman schließlich doch auf die Bestrahlung ein, beendet diese aber schon bald wieder. Amelia stellt sie zur Rede und bittet sie um Fortführung der Behandlung, da der Tumor dann einfacher zur entfernen wäre.

In der folgenden Woche startet Amelia eine Reihe von Vorträgen über die geplante OP an Dr. Herman. Sie erklärt, dass sie aus Sicht des Tumors die Gefahr sind, denn sie wollen ihn aus seinem schönen Zuhause reißen. Der Tumor ist genial und anpassungsfähig und will genau wie ein Lebewesen einfach nur am Leben bleiben. Amelia erklärt, dass der erste Schnitt ausschlaggebend für die restliche OP ist und man sich sicher sein muss.

Beim Mittagessen beobachtet Callie Arizona und Herman, die viel Zeit miteinander verbringen. Sie ist offensichtlich eifersüchtig, will das aber nicht zugeben. Amelia stößt zu ihnen und bittet Meredith, Derek eine Fachfrage bezüglich Herman's Tumor zu stellen. Als Meredith ablehnt, gibt Amelia zu, dass sie Derek's Hilfe braucht, aber ihm nicht die Genugtuung geben will, ihn um Hilfe zu bitten. Nach dem Essen steuert Bailey auf Arizona zu und bittet sie, eine schwangere Patientin zu operieren, die kürzlich ihren Mann auf Bailey's OP-Tisch verlor. Nach einer Untersuchung der Patientin ist Herman sauer: es handelt sich um Glenda, deren Behandlung sie schon mehrmals abgelehnt hat. Bailey fordert Herman eindringlich auf, diesem Baby das Leben zu retten. Herman ist dazu aber nicht bereit. Auch Arizona versucht später noch, auf sie einzuwirken. Doch auch das bleibt erfolglos. Sie sagt zu Arizona, sie müsse dann ein anderes Baby aussortieren, dessen OP bereits in Planung ist.

In der nächsten Woche verschlechtert sich Herman's Zustand zusehends. Sie bricht die Bestrahlung ab und handelt sich wieder Ärger von Amelia ein. Diese hält einen weiteren ihrer Vorträge und stellt zufrieden fest, dass der Hörsaal diesmal fast voll besetzt ist. Sie sagt, dass der Tumor sehr aggressiv ist, daher wird auch sie aggressiv vorgehen müssen. Sie schildert sodann den OP-Verlauf im Detail. Bei einer Patientin von Herman und Arizona kommt es unterdessen zu Komplikationen: sie müssen einen Kaiserschnitt machen, können das Kind jedoch nicht retten. Arizona ist danach niedergeschlagen und weint. Herman tröstet sie, indem sie nun doch Glenda auf ihre Liste nimmt.

Eine weitere Woche später sind so viele Zuhörer zu Amelia's Vortrag erschienen, dass die Sitzplätze nicht ausreichen. Besonders Stephanie zeigt sich sehr fasziniert. Herman gibt Arizona Anweisungen, wie verfahren werden soll, wenn sie stirbt oder nach der OP nicht aufwacht. Arizona hat Vertrauen in Amelia's Methode und sagt, dass es nicht so weit kommen wird. Dann ist die OP von Glenda an der Reihe, aber diese ist noch nicht bereit und möchte noch abwarten. Als Herman sich darüber in Rage redet, muss Arizona lachen und berichtet, dass Herman genau das gleiche mit Amelia gemacht hat. Herman sieht das ein und gewährt Glenda eine Woche Aufschub. Arizona und Herman verbringen nun auch ihre gesamte Freizeit miteinander. Amelia arbeitet unterdessen weiter fieberhaft an ihrem OP-Plan. Sie ist nervös, weil das, was sie plant, so noch nie gemacht wurde. Stephanie steht ihr zur Seite und schlägt vor, Derek anzurufen. Amelia schreit sie aber an, dass Derek nicht eingebunden wird. Sie entschuldigt sich sogleich für ihren Ausbruch. Stephanie macht daraufhin deutlich, dass sie an Amelia glaubt und sie unbedingt von ihr lernen möchte. Sie sagt Amelia, sie solle sich zusammenreißen.

Eine Woche darauf wird Arizona von Callie angesprochen. Sie sorgt sich, dass Herman tatsächlich sterben könnte und Arizona dann am Boden ist. Auch Amelia macht sich vor ihrem nächsten Vortrag Sorgen. Sie vertraut Owen an, dass sie noch immer in Derek's Schatten steht, und das vielleicht zu Recht. Sie hat Angst, dass sie Herman's Schädel öffnet und dann merkt, dass sie doch nicht gut genug oder gar der falsche Dr. Shepherd ist. Derweil soll Arizona eine OP allein durchführen, fühlt sich dazu aber nicht bereit. In der folgenden Diskussion mit Herman gibt diese zu, dass Arizona ihr Hoffnungen auf's Überleben gemacht hat und sie nun wirklich am Leben bleiben will. Herman's Rede besänftigt Arizona und sie meistert die OP erfolgreich. Herman lobt sie.

In ihrem letzten Vortrag schildert Amelia, dass sie sowohl schnell als auch höchst präzise vorgehen muss. Sie gibt sich auf dem Podium sehr zuversichtlich und erntet tosenden Applaus. Sie sagt, dass diese OP in die Geschichte eingehen wird. Sie schätzt die OP-Dauer auf ca. 18 Stunden und ernennt Stephanie zu ihrer Assistentin. Callie meldet sich und stellt die etwas anmaßende Frage, ob sie sich Hilfe holen wird, beispielsweise von Derek. Amelia verneint; sie wird die OP allein durchführen.

Unmittelbar danach sucht Herman Amelia auf und sagt ihr, dass sie plötzlich unter Sehbeschwerden leidet. Ein Scan bestätigt, dass die Zeit für die Operation jetzt gekommen ist. Angesichts der plötzlichen Realität fällt Amelia's Zuversicht sofort von ihr ab. Arizona stürzt herein und verkündet, dass Glenda sofort operiert werden muss, erfährt jedoch dann von Herman's Zustand. Arizona überbringt Herman die Nachricht von ihrer sofortigen OP und versucht, sie zuversichtlich zu stimmen. Während Arizona aufbricht, um Glenda zu operieren, wird Heman unter Narkose gesetzt.

Cast[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Main Cast[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gast-Stars[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Co-Stars[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christina Elizabeth Smith als Julie Hall
  • Dan Louis als Julie's Ehemann

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grow von Odessa
  • Seasons von Hollow Wood

Episodentitel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der originale Episodentitel Staring at the End bezieht sich auf den Song Staring at the End of Our Lives von Ha Ha Tonka.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Scans von Nicole Herman, die während Amelias Vortrag zu sehen sind, sind echte Aufnahmen von Geena Davis' Gehirn. Der Tumor wurde später digital eingefügt.
  • Dies ist die erste Episode von Staffel 11, in der Sofia zu sehen ist.
  • Die Episode zeigt einen Zeitraum von 4 Wochen und beginnt und endet an einem Freitag.

Intro[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicole Herman: Ich hasse Fragen, die nicht eindeutig beantwortet werden können. Wie zum Beispiel: "Was geschieht nach dem Tod?" Physiologisch betrachtet, weiß ich was geschieht, aber darüber hinaus... Was geschieht wirklich? Nichts? Das beginnt man sich zu fragen, wenn die Uhr tickt. All diese Fragen, ohne irgendwelche Antworten. Und die treiben einen in den Wahnsinn. Deswegen liebe ich, was ich tue: Babys heilen, Babys auf die Welt holen. Da gibt es keine Unklarheiten, keine Fragen, nur Antworten. Klare, präzise, eindeutige Antworten. Und Leben. Wunderbares neues Leben. Hoffnung für die Zukunft. Gott, wie ich das vermisse.

Outro[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicole Herman: Ich habe nie viele Gedanken an das Jenseits verschwendet. Ich habe mich immer auf das Diesseits konzentriert. Was mache ich damit? Wie kann ich mich profilieren? Ich wollte neue Wege beschreiten. Ich wollte ein Vermächtnis hinterlassen. Ich wollte, dass mein Leben, meine Gedanken, meine Existenz eine Bedeutung haben sollten. Worüber ich nie richtig nachgedacht habe, was ich mir nie richtig durch den Kopf hab gehen lassen, war, dass man, um das zu erreichen, um in Erinnerung zu bleiben, um etwas Bedeutendes hinterlassen zu können, erst gehen muss.

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Amelias Vortrag: Leben ist nicht aufzuhalten.Die Ursprünge und die Lehren des Lebens und der Evolution sind lang und komplex. Aber worauf alles hinausläuft, ist: Leben ist nicht aufzuhalten. Leben findet immer einen Weg, sich fortzusetzen, immer. Leben ist nicht aufzuhalten. Das ist ein gewaltiges Astrozytom, Grad 4. Ich möchte, dass Sie es sich ansehen, genau betrachten. Beachten Sie seine Größe, wie es in das gesunde Gewebe eindringt. Sehen Sie sich seine Gefäße an. Es ist Blut, Gewebe und Fleisch. Es wächst, passt sich an sein Umfeld an, kämpft ums Überleben, um zu leben. Es ist lebendig. Wir betrachten es nicht gerne so, aber es hat sich in ein menschliches Gehirn eingenistet. Es ernährt sich von seinem Wirt. Es wächst und kämpft um sein Leben. Beinahe wie ein Fötus. Streichen Sie das! Lassen Sie uns aus Spaß an der Freude sagen: Genau wie ein Fötus! Denn genau wie ein gesunder Fötus, gedeiht es. Es gibt sogar Tumorarten, denen Zähne wachsen, Haare, ein verwirrtes Auge! Ruft es Ekel in Ihnen hervor? Ist ja auch eklig! Genau das ist das Problem. Niemand will so etwas scheußliches Ding in seinem Kopf haben. Ich möchte Sie bitten, sich für einen Augenblick Folgendes vorzustellen: Für den Tumor sind wir das Problem. Wir sind der Störenfried. Wir stellen die Gefahr dar. Aus Sicht des Tumors sind wir das Krebsgeschwür. Der Tumor? Der Tumor sieht sich selbst als süßes, niedliches, pausbäckiges Baby, das einfach nur leben will. Und wir wollen genau das verhindern. Wollen es zerstören, es wie Barbaren aus seinem glücklichen Zuhause herausreißen. Aus Sicht des Tumors sind wir seelenlose mörderische Monster. Warum mache ich das? Wieso nenne ich ihn "Baby" und rede davon, ihn zu töten? Weil diese Art von Tumor Respekt verdient, ein klein wenig Menschlichkeit. Es ist nicht nur ein Tumor. Es ist Genialität. Es ist Stärke, Anpassungsfähigkeit. Es ist Poesie. Es ist eines von Gottes Meisterwerken. Er ist ein lebendes Wesen. Wie alles, das lebt, will er am Leben bleiben. Wie jedes Lebewesen, wird er wie verrückt ums Überleben kämpfen. Wenn ich den Schädel aufsäge und mit diesem Tumor konfrontiert werde, mit dieser Kreatur, wird es nahezu unmöglich sein, ihn zu entfernen. Denn er würde lieber das Hirn zerstören, in das er eingebettet ist, als sich zerstören zu lassen. Er ist lebendig. Und worauf läuft es hinaus? Leben lässt sich nicht aufhalten!
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